Ende der Eselei.

Etwa eineinhalb Jahre habe ich geschrieben, zur Seite gelegt, wieder geschrieben, verworfen, umgeschrieben, gekürzt, neu geschrieben, ruhenlassen, geschrieben, überarbeitet, geweint, geflucht, geschrieben, überarbeitet, noch ein bisschen geflucht, mir endlich einen Ruck gegeben, geschrieben, mich informiert, einen Entschluss gefasst und es unter weiteren, unzähligen Tränen, Flüchen und Überarbeitungen zu einem Ende gebracht. Am 20. Dezember 2017 habe ich endlich das letzte, endgültige Häkchen in einem ganz bestimmten Onlineformular gesetzt und die Entertaste betätigt.

Kurz gesagt: Eselmädchen ist fertig!

Der offizielle Veröffentlichungstermin ist der 10.02.2018. An diesem Tag wird mein „Eselmädchen“ in die Welt entlassen und hoffentlich einige Gedanken und Emotionen freisetzen.
Positive ebenso wie negative.

Aber was ist mit meinen eigenen Gefühlen?
Um ehrlich zu sein, fühle ich mich gerade etwas erschlagen, müde und erschöpft, aber glücklich. Ich schätze, ich flippe so richtig aus, wenn ich mein Buch in den Händen halte.
Wenn ich ehrlich bin, überwiegt derzeit sogar die Angst vor den Reaktionen.
Ich befürchte (nein, eigentlich bin ich sogar sehr stolz darauf), dass „Eselmädchen“ nicht ganz einfach ist. Meine Leser werden Geduld haben müssen mit mir und meiner Geschichte. Ich habe Angst, nicht oder gar falsch verstanden zu werden. Dass mir mein gewagtes Spiel mit Klischees und Streotypen um die Ohren fliegt oder dass niemand die Idee hinter der Geschichte erkennt. Es wird berechtigte Kritiken geben, die ich allerdings weniger fürchte, als gar keine Reaktion auszulösen.
Und dann sind da ja noch die Fehler. Natürlich habe ich meinen Text an Testleser gegeben und natürlich habe ich ihm ein Lektorat sowie ein Korrektorat gegönnt und danach selbst noch etwa drölfzigtausend Kontrollen durchgeführt. Doch da ist dieses Stimmchen in meinem Hinterkopf, das mir immer wieder zuflüstert, dass ich bestimmt etwas übersehen habe.

Jetzt sitze ich hier, nur noch wenige Wochen vor der Veröffentlichung, mit einer wirklich unangenehmen Nesselsucht (meine übliche Reaktion auf Stress) und frage mich, ob das wirklich der richtige Job für mich ist, wenn ich derart heftig auf eine anstehende Veröffentlichung reagiere.
Die Antwort ist zum Glück sehr einfach: Ja!
Denn trotz der ganzen Aufregung, bin ich immernoch davon überzeugt, keine allzu schlechte Buchstabenschubserin und Gedankendreherin zu sein. Außerdem macht mich das Schreiben glücklich und es hat die Leere aus meinem Leben verdrängt.

Deshalb werde ich Sie und mich in den nächsten Wochen ganz sanft auf die Veröffentlichung von „Eselmädchen“ vorbereiten, indem ich Ihnen einige Informationen zu meinem philosophisches Fantasymärchen biete und ein paar Kleinigkeiten über die Hintergründe der Geschichte verrate. Außerdem steht schon sehr bald die Enthüllung des wundervollen Covers an, das Tina Köpke für mein „Eselmädchen“ gezaubert hat, weil ich es selbst kaum erwarten kann, es Ihnen endlich zu präsentieren.

Ich freue mich, über Ihre Begleitung in dieser aufregenden Zeit und hoffe, am Ende ein paar Ihrer Erwartungen erfüllen zu können.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes, erfolgreiches und vor allem glückliches Jahr 2018!

Ihre Wiebke Tillenburg

 

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